Book Review: Wanderer - Sand der Zeit

12. Juli 2014


Der Lebenstraum der sechzehnjährigen Emilia lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: »Palaestra Viatorum« – die renommierte Internatsschule, in der nur die Besten der Besten aufgenommen werden. Leider hapert es in Emilias sonst perfektem Zeugnis an der Kunstnote, auf die gerade diese Schule ganz besonderen Wert zu legen scheint. Doch dann trifft Emilia ausgerechnet in einer Kunstgalerie auf Max, den stellvertretenden Schulsprecher der Institution, und zwar nachdem er gerade durch ein modernes Gemälde gesprungen ist... Emilia traut ihren Augen nicht. Als sie dann noch Visionen ihrer eigenen Zukunft bekommt, scheint sich plötzlich nicht nur Max, sondern auch die Palaestra für sie zu interessieren – und lädt sie zu einer ungewöhnlichen Aufnahmeprüfung ein.

MEINE MEINUNG

Zu Beginn muss ich einmal sagen, mann merkt direkt, dass es von einer Deutschen Autorin stammt. Was ich nicht schlecht finde, ganz im Gegenteil, sogar richtig gut. Man liest es sofort und ich gestehe ich konnte nicht aufhören. Es war lustig, spannend, Action reich und mit einer Liebesgeschichte, die ich mochte. 

Mal keine Teenie-Liebes-Schnulze die so von Herzschmerz triefte und dennoch mit ein klein wenig Romantik bestückt ist, ohne das man es gleich an die Wand werfen will, weil die Protagonistin in einen Aussichtslosen Kampf ihrer Hormone verstickt wurde. Okey, eine tolle Überleitung um über Emilia zu sprechen. Wie schon gesagt ist sie mal kein Mädchen, welches gleich bei einem Fremden jungen Mann augenblicklich in Leidenschaft entbrennt und ihr Verstand bei behält, obwohl sie hin und wieder mal einen Aussetzer hat. Aber man ihn ihr verzeihen kann

Der männlichen Gegenpart zu Emilia ist Maximilian. Er, ein Wanderer, gut aussehend aber dennoch auf dem Teppich geblieben ist mir schon nach den ersten Paar Seiten seines Auftretens irgendwie, ein bisschen ans Herz gewachsen. Und er auch nicht jemand ist, der gleich alles Stehen und liegen lässt um nur noch mit dem Mädchen seiner Träume bis ans Ende seiner Tage verbringen will. Er hat Prinzipien, die nachvollziehbar sind, sich dennoch auf Dinge einlässt und mir dennoch den Eindruck vermittelt hat, dass er für seine Freunde und Familie durchs Feuer gehen würde.

Außerdem gibt es noch sehr viele andere Personen die in diesem Buch einen gewissen Anteil haben und wichtige Aspekte zur Geschichte beitragen und auch aus ihrer Sicht weite Teile der Geschichte erzählt werden. Nicht zuletzt hat mir besonders Kit gefallen , die man einfach lieben muss. Zumal sie ausgesprochen taff und das Herz am rechten Fleck besitzt und ich mir insgeheim wünsche auch so eine Freundin zu haben. Ich mag sie und ich glaube dabei bin ich nicht sie einzige, der es so ergeht. *Kit-Fan-Fähnchen in die Luft hebt*

Um jetzt mehr auf die Geschichte, Titel und die Gestaltung des Covers und dem Schreibstil von Amelie Murmann einzugehen werde ich es Stück für Stück abarbeiten. Ich glaube aber, dass ich zur Geschichte nicht viel sagen muss. Die Idee zu dem Wanderer und ihrer Herkunft aus der Griechischen Mythologie hatte für ergab eine wunderbare Abwechslung zu dem, doch sehr häufig auftretenden, Vampir-Geschichten . Außerdem hatte sie mich neugierig gemacht und ich konnte es kaum aus den Händen legen. Auch sie durch Bilder springen zu lassen, da muss man einfach nur WOW sagen.  

Eingeleitet wurde jedes Kapitel mit einer Überschrift, die mich jedesmal zum Lachen gebracht haben. Vor allem fand ich sehr gut "Affe mit Horn" , "Bob muss leiden" und mein absoluter Favorit "Magischer Stein mit Discoeffekt", die mich jetzt immer noch zum schmunzeln bringen.
Ich finde, dass beides, sowohl Cover als auch Titel super zum Inhaltlichen passt und nicht wie es sonst so Buchtitel an sich haben. Sehr schön finde ich, dass auch die Sanduhr mit ins Spiel gebracht wurde und somit einen ersten Eindruck schaffen konnte. 

Zum Schreibstil lässt sich in wenigen Worten eigentlich viel sagen: Ich fand ihn, trotz dem Wechsel der Perspektiven sehr gut zu lesen und man hat doch schon gemerkt, dass die Autorin viele Bücher gelesen hat um die typischen, sagen wir mal "Fehler" zu umgehen. Sprich, den Charaktern Eigenschaften zu geben oder nervige Entscheidungen zu treffen, bei denen die Leser die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Man konnte den Handlungen gut folgen und ich war ein bisschen traurig, als es schon zu Ende war. Von mir aus dürfte es weitere Storys über Emilia oder die Welt der Wanderer geben und ihnen dabei zu zu lesen.

Eine wunderbar ausgearbeitete Geschichte, die es verdient hat gelesen zu werden. Nicht zu letzt, weil Amelie Murmann, wie man in jeder Seite lesen konnte, viel Herzblut hinein gelegt hatte, auch weil die Charakter einem ans Herz wachsen und man sich einfach nur von der Idee die dahinter steckt faszinieren lassen kann und man nicht befürchten muss in einer weiteren Teenie - Schmacht - Romanze gelandet zu sein. Wie ich schon sagte, würde ich mich über eine Fortsetzung freuen.

Zum Schluss danke ich Carlsen/im.press, die mir die Möglichkeit gegeben haben dieses E-Book als Leseexemplar zu lesen und ich so in eine fantastische Welt eintauchen konnte.

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Titel: Wanderer Sand der Zeit
AutorAmelie Murmann
Serie: Wanderer
Format: E-Book
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 03. Juli 2014
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