REZENSION - DIE AUSLESE NIE VERGESSEN UND NIE VERGEBEN

02.02.2015 · ·

Die Auslese nichts vergessen und nie vergeben 
von Joelle Charbonneau
Penhaligon
Gebundene Ausgabe
12. Januar 2015
ISBN: 978-3-7645-3118-8

Sie allein kennt die Wahrheit über die Auslese

Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.

Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr ...


MEINE MEINUNG

Achtung-hierbei handelt es sich um den 2ten Band und kann eventuell Spoiler enthalten

Cia hat die Auslese überlebt und doch wurden all ihre Erinnerungen daran gelöscht. Doch Nacht für Nacht hat sie immer wieder Albträume die Fetzen aus dieser schrecklichen Zeit zeigen. Mehr und mehr erinnert sie sich daran wie brutal diese "Auslese" war und sie findet eine Aufnahme die sie selbst aufgenommen hat und die Warnung die darauf zu hören sind, keinem zu vertrauen, prägt sich in ihr Bewusstsein ein. Nebenbei muss sie konzentriert und hart arbeiten um den Prüfungen an der Universität in Tasu stand zuhalten um nicht abgezogen zu werden und gleichzeitig kämpft sie darum nicht entdeckt zu werden, da sie immer mehr von ihren Erinnerungen zurückbekommt. Doch was bedeutet es wirklich "abgezogen" zu werden? Arbeit in einer Kolonie oder den Tod? 
Ständigem Druck und der Gewissheit, dass sie unter Beobachtung steht macht die Situation für Cia nicht gerade leicht. Zudem nagen Zweifel und das Wissen, dass ihre Gefahr droht, an ihr. Außerdem erfährt Cia von einer Rebellion, die die Auslese und ihre Strippenzieher vernichten wollen. 

Nachdem man im ersten Teil Zeuge der Brutalität und der Gewaltbereitschaft der einzelnen Teilnehmer würde, geht es in diesen Band nicht viel weniger aufregend weiter. Nachdem Cia am Ende des ersten Buches gemeinsam mit Tomas in Tasu angekommen ist und ihre komplette Erinnerung an die Auslese gelöscht wurde, geht es für sie weiter an die Universität, wo sie an einem Auswahlverfahren teilnehmen soll, die sie für eines der Studiengänge einteilt. So erwarten den Leser nicht nur die Ungewissheit, ob Cia es schafft sich und alle die ihr etwas bedeuten zu schützen, sondern auch eine Vielzahl an neuen Charakteren und Fragen, die bis zum Schluss unbeantwortet bleiben und die, wie ich hoffe von der Autorin im letzten Teil der Trilogie beantwortet werden. 

Wie oben schon erwähnt gibt es einige neue Gesichter, die die Geschichte und Handlungsstränge im wesentlichen beeinflussen. So begegnen die Studenten aus Tosu Stadt den aus den Kolonien stammenden mit großer Skepsis, was aber auf Gegenseitigkeit beruht. Einzelne Personen lernt man besser kennen, bei denen man sich dennoch fragt muss, ob man ihnen trauen kann oder nicht. Ebenso steht es um Ian, den Mentor Cias. Zwar erscheint er sympatisch und darauf bedacht Cia zu helfen, dennoch ist er für mich eine undurchsichtige Figur, bei der man nicht weiß, inwiefern er in das ganze Konstrukt hineinpasst und welche Roller er spielt. 

Im Gegensatz  zum ersten Teil, bekommt der Leser mehr Informationen über die Regierung und den Absichten der Rebellen, ihre Ziele und ihre Beweggründe. Die Motivation die Dr. Barnes, der für die Auslese zuständig ist, bleibt weiterhin unklar und auch Professorin Holt scheint dabei ihre ganz eigenen Belangen in den Vordergrund zu stellen. Tomas, der im ersten Buch eine weitaus tragender Rolle spielte und für Cia ein Anker war, tritt hier in den Hintergrund, was meiner Meinung nach dem Ganzen keinen Abbruch getan hat. Zum Ende hin wird die Spannung nochmals nach oben geschraubt, welches dann in einem bösen Cliffhanger endet und man somit gezwungener Maßen der Auflösung zum nächsten und letzten Teil entgegenfiebert. Obwohl ich nicht mit allen Entscheidungen und Vorgängen die Cia im Buch unternimmt verstehe und nachvollziehen kann bin ich dennoch aufgeregt, welches Ende nun die Trilogie nehmen wird.

Wie auch im ersten Buch, lässt sich dank dem leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin die Handlung folgen. Trotz der Tatsache, dass es in diesem Buch weniger Actionreich zugeht als in seinem Vorgänger, gibt es hier nach meiner Ansicht nur wenig zu kritisieren, dennoch muss ich sagen, dass ich mir manches mal wünschte Cia würde eine andere Entscheidung treffen. Dennoch schafft es Joelle Charbonneau eine spannende, interessante und wandlungsreiche Geschichte zu kreieren.

❶ ❷ ❸ ❹ 

1 Kommentar:

  1. Danke für die gute Rezension. Habe selbst heute morgen das gleiche Buch rezensiert.
    Vielleicht hast du ja mal Lust bei mir vorbei zu schauen?

    LG Der Lesefuchs
    http://der-lesefuchs.blogspot.de

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