Wenn Karma zum kleinen Scheißer wird - Infamous Second Son

21.11.2015 · ·


Delsin Rowe schlägt sich mehr schlecht als recht als Kleinkrimineller durchs Leben. Was sein Bruder Reggie regelmäßig auf die Palme bringt und er Delsin immer öfter festnehmen muss, da Reggie ein Polizist ist. Gemeinsam leben sie in einem indigen Stamm in der nähe von Seattle. Als Delsin wieder einmal etwas ausheckt, passiert etwas Merkwürdiges. Ein Gefängnistransporter verunglückt. In ihm sind Conduits - Menschen mit besonderen Kräften - die auf dem Weg in ein Hochsicherheitsgefängnis sind.


Als Reggie und Delsin dies mitbekommen, heften sie sich an die Fersen eins Gefangenen, doch kommt es unerwartet zu einem Zwischenfall und es stellt sich heraus, dass auch Delsin besondere Fähigkeiten besitzt und die Kräfte anderer Coduits absorbieren kann. Die Flucht der Gefangenen ruft das D.U.P ( Department of Unified Protection) auf den Plan - die dafür zuständig sind, Conduits einzufangen und wegzusperren- und somit auch die Direktorin Brooke Augustine, die selbst auch über Conduit-Kräfte verfügt. Nachdem Delsin den Flüchtigen stellen kann, kommt ihm Augustine in die Quere, diese merk, dass er etwas verbirgt und verwundet mit Hilfe ihrer Beton-Kräfte Delsins Freunde und Verwandte. Gemeinsam mit Reggie macht er sich auf den Weg nach Seattle um Augustine zu stellen.



Kaum die PS4 angeschaltet, schon begibt man sich auf die Reise des jungen Delsin. Coole Klamotten und immer einen passenden Spruch auf den Lippen, so präsentiert sich der Protagonist von Infamous Second Son. Auch wenn man die beiden Vorgänger Infamous und Infamous Festival of Blood nicht gespielt hat kann man ohne bedenken diesen Teil in die Konsole schmeißen und loslegen. 

Hat man sich erst einmal an die Steuerung gewöhnt, so beginnt auch schon das ganze Spektakel. Was mir besonders gut gefällt, ist die Integrierung des Controllers. So macht er nicht nur Geräusche, wenn man sich beispielsweise am Rauch bedient, sondern auch als Spreydose fungiert und diese man auch dementsprechend auch vor dem verschönern der Wände schütteln muss. 

Kommen wir aber nun zum eigentlichen. Wie auch schon bei den ersten beiden Spielen, kann man sich entweder für den Guten oder Bösen Weg entscheiden. Hat man seinen Weg gefunden, baut sich das ganze auch darauf auf. So können sich auch kleinste Entscheidungen - sei es nun man verhindert Drogendeals, oder man tötet Zivilisten - auf das Karma und die Stufe auswirken. Also kann sich das ganze dann in die eine oder andere Richtung entwickeln. Man kann also mit dem Guten Karma anfangen und je nachdem wie man spielt, gegen Ende Böses Karma haben und so auch ein ganz anderes Ende a la Bioshock, bei dem es drei Enden gibt, erhalten. Auch bei der Entwicklung, die Delsin in Verlauf des Spiels durchlebt und welches Karma man sich ausgesucht hat, erhält er Kräfte die man freischalten kann und gegen das D.U.P oder wahlweise auch auf den Straßen Seattles ausleben bzw. sich austoben kann und so für Chaos sogt. Aber aufgepasst, wählt ihr Böses Karma, so haben die Einwohner angst vor euch oder ihr begebt euch auf den Pfad des Helden und werdet wie einer gefeiert und verehrt (Passanten machen von euch Handyphotos oder bejubeln euch...was ich besonders lustig fand)

Ich hatte mich beim ersten Spielen für das Gute Karma entschieden und auch diesen Weg bis zum Ende hin durchgezogen, na ja...sagen wir mehr schlecht als recht. Hin und wieder mehr Chaos veranstaltet als Ordnung. 

Grafisch muss ich sagen ist Infamous sehr weit oben. Nicht zu letzt durch das gute Motion Capture und die überaus gelungenen Settings. Obwohl es sich nur in Seattle abspielt finde ich, ist die Stadt wirklich gut getroffen ist. Ein besonderes Erlebnis ist es, wenn man die Space Needle hinaufklettert und dort einen Überblick über die ganze Stadt erhaschen kann, vorausgesetzt man wird nicht von Gegnern platt gemacht ^^ 

Nebenfiguren gibt es hier auch einige, die sich durch ihre Eigenheiten auszeichnen. Beispiele sind unter anderem  Abigail "Fetch" Walker mit ihrer Neon Kraft, die man auch in dem DLC Infamous First Light spielen kann, oder Eugene Sims, der mit seiner Video Manipulation Engel heraufbeschwören kann. Beide sind wirklich toll und auch wichtig für den Verlauf der Handlung.  Auch hier muss man wieder anmerken, verändert sich einiges, je nachdem welches Karma man ausgesucht hat. Also, wie es so schön heiß, Karma ist ein kleiner Scheißer...

Ich für meine Teil finde das Game ausgesprochen gut und werde es auch demnächst, wenn ich mit Assassins Creed Unity fertig bin mit dem Bösen Karma weiterspielen und vielleicht auch noch die ein oder andere Trophäe abstauben.

Titel: Infamous Second Son
Plattform: PS4
Serie: Infamous
Genre: Action-Adventure
Spielmodus: Einzelspieler
Erscheinungsdatum: 24. März 2014
Publisher: Sony Computer Entertainment
Studio: Sucker Punch Productions

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