Rezension - Flavia de Luce - Eine Leiche wirbelt Staub auf

10.03.2016 · , ·

Verbannt – so empfindet Flavia ihr Schicksal, als ihr Vater und ihre Tante Felicity sie auf ein Schiff nach Kanada verfrachten. Dort, in Toronto, soll sie Miss Bodycote’s Female Academy besuchen, das Mädcheninternat, an dem auch schon Flavias Mutter Schülerin war. Doch noch in ihrer ersten Nacht »in Gefangenschaft« landet ein unerwartetes Geschenk zu Flavias Füßen: eine verkohlte, mumifizierte Leiche, die aus dem Kamin in ihrem Zimmer purzelt – der Beginn einer Reihe von Nachforschungen, bei denen Flavia auf zahlreiche mysteriöse Vorkommnisse in Miss Bodycote’s stößt. Wenn es darum geht, Rätsel zu lösen, ist Flavia in ihrem Element – doch ihre wahre Bestimmung soll erst noch enthüllt werden …

Achtung hierbei handelt es sich um dem siebten Band einer Reihe und kann eventuell Spoiler enthalten!

In diesem Band heißt es für Flavia abschied nehmen, nicht nur von ihrer Familie sondern auch von ihrem geliebten Chemielabor. Denn es geht auf nach Kanada, denn ihr Vater und ihre Tante haben beschlossen sie auf Miss Bodycotes Höhere Mädchenschule zu schicken, die einst selbst Flavias Mutter besuchte. Wiederwillig begibt sich Flavia auf große Reise und schon am ersten Abend in ungewohnten Umgebung purzelt doch tatsächlich eine Leiche aus dem Kamin und direkt vor die Füße Flavias und der Direktorin. Zur Freude der Hobby-Detektivin ist die Leiche vollkommen mumifiziert und birgt auch noch weitere Geheimnisse. Ganz in ihrem Element macht sich Flavia auf die Suche nach dem Mörder und stößt auf weitere mysteriöse Fälle rund um das Internat. Nichts ahnend, dass sie Teil von etwas weitaus großerem wird, geht sie auf Spurensuche.

Wie die Zeit vergeht, schon der siebte Fall für die junge Flavia und es wird immer spannender. Nicht nur, dass Alan Bradley die Leser und Flavia nach Kanada schickt, sondern auch unerwartete Wendungen passieren, die man so nicht erwartet hätte. Zudem lässt es sich Flavia nicht entgehen - trotz neuen Umständen - ihrer liebe zur Chemie und das Lösen von Mordfällen nachzugehen. Was ist da passender als eine Leiche die in einem Kamin steckt und quasi vor die Füße purzelt. Das schreit doch gerade danach, dieses Geheimnis zu lüften.

Trotz der Tatsache, dass es rasend schnell von statten geht, kommt man wunderbar mit Flavias Überlegungen und Schlussfolgerungen mit und genau das liebe ich so an dieser Reihe. Alles ist nachvollziehbar und es kommt auch keine Langeweile auf. Zudem versteht es Alan Bradley wirklich seine Leser aufs Glatteis zu führen und somit die Spannung bis zu letzt aufrecht zu erhalten. Flavias Hang sämtliche Schulregeln zu brechen fand ich wirklich sehr unterhaltsam, und seine wir mal ehrlich, wären wir an ihrer Stelle würden wir genauso handeln. Außerdem merkt man, dass Flavia beginnt reifer zu werden, das äußert sich manchmal in ihren Gedankengängen oder wie sie handelt. Dennoch blitzt hin und wieder ihre kindliche Seite auf, die mir ein grinsen auf die Lippen gezaubert hat. Es ist wirklich schwer Flavia zu erklären, wenn man keines der Bücher gelesen hat. Diejenigen, die ihre Bücher bzw Abenteuer verfolgen, werden wissen was ich meine und für diejenigen die noch nicht in den Genuss ihrer Einmaligkeit gekommen sind, sag ich eines: Lest diese Bücher! Sehr unterhaltsam und nicht nur was für Krimi-Fans.

Alan Bradley Schreibstil hat nicht nur Flavia geprägt, sondern "Eine Leiche wirbelt Staub auf" zu einer tollen Fortsetzung gemacht. Er schafft wieder eine Atmosphäre die man nur in dieser Reihe finden wird, die sowohl düster als auch humorvoll sind. Besonders muss ich hier die Cover-Gestaltung loben. Man weiß auf Anhieb, dass es hier um Flavia geht. Der Stil ist wirklich total schön und mich freut es, dass er sich bisher wie ein roter Faden durchzieht. Einheitlich, dennoch unterschiedlich.

❶ ❷ ❸ ❹ ❺ 

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Vielen lieben Dank an PENHALIGON für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares

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