ZUKUNFT UND VERGANGENHEIT - DEPARTURE

15. Juli 2016

Flug 305, auf dem Weg von London nach New York. Plötzlich fallen alle Systeme aus, das Flugzeug stürzt ab. Für die Passagiere ist diese Katastrophe erst der Anfang – denn die Welt ist nicht mehr die, die sie kennen. Als die Überlebenden auf ein Hologramm von Stonehenge stoßen, wird ihnen klar, dass sie weit in die Zukunft geschleudert worden sind – auf eine anscheinend entvölkerte Erde. Doch fünf von ihnen sind auserwählt, die Menschheit zu retten – oder sie zu vernichten ...

Alles Beginnt mit einem Flugzeugabsturz. Zunächst glauben die Passagiere, dass dies ihr größtes Problem ist, aber mit der Entdeckung eines aus Glas bestehendes Gebäude in dem eine Führung durch die Vergangenheit mitsamt holographischen Darstellungen von Stonehenge und des sogenannten Titan-Projekts, wird ihnen schnell bewusst, dass hier etwas nicht stimmen kann. Aber was genau hat es damit auf sich? Wie kann es sein, dass plötzlich von Zukunft und Vergangenheit die Rede sein? Genau diese Fragen stellen die Überlebenden des Flugs 305. 

Departure ist solch ein Buch, welches man unbedingt lesen will. Nicht für jeden geeignet, aber für diejenigen, die gerne Sience Fiction lesen und auch etwas spannendes mögen. Mir hat das Buch Teilweise gefallen. Es war spannend und man will, nachdem man den Flugzeugabsturz und die daraus resultierenden  Vorkommnisse miterlebt hat unbedingt wissen was passiert und wie alle bzw. die Überlebenden damit umgehen und herausfinden wo und vielmehr in welcher Zeit sie sind. Zum anderen hat mich einige Passagen doch schon das ein oder andere mal verwirrt zurückgelassen. Ich kann mir selbst nicht erklären wieso, aber ich fand einiges eher nicht so interessant. 

Aufgebaut ist das Buch in drei Teile. Im ersten lässt uns der Autor den besagten Flugzeugabsturz erleben und wie die Überlebenden damit umgehen. Wie sie sich untereinander verhalten oder die Rettungsaktion um weitere Menschen aus dem anderen Teil der entzweigebrochenen Maschine zu bergen. Es tauchen viele Nebenfiguren auf, die aber im weiteren Verlauf der Handlung nicht weiter Wichtig sind und man diese auch wieder schnell vergisst. Der zweite Teil dreht sich um die Hauptfiguren und die Erkenntnis, dass sie im Jahr 2147 gelandet sind. Hier wird auch zum ersten Mal von den Titanen gesprochen, welche in der Vergangenheit Entscheidungen getroffen haben, die die ganze Menschheit und auch die Erde stark beeinflusst haben. Hat man sich als Leser an diese Begebenheit erst einmal gewöhnt, wird man in Teil 3 auch schon wieder zurück in die Gegenwart verfrachtet, bei dem man sich dennoch fragt wieso das ganze eigentlich. Keine Neuigkeiten, sondern lediglich, die zuvor in der anderen Gegenwart getroffenen Entscheidungen anders zu machen. 

Mir hat das Ende nun wirklich nicht gefallen und ich gebe es auch ehrlich zu. Departure hat für mich sehr vielversprechend angefangen doch mit voranschreiten der Story einiges eingebüßt. Blasse Figuren die mehr pepp vertragen hätten und auch die - meiner Meinung nach - extrem gute Idee hat sich irgendwie verloren. Zwar bekommt der Leser aus zwei Sichten die Handlungsstränge erzählt, die aber nach meinem Gefühl ziemlich weit auseinander gehen und irgendwie nicht wirklich zusammengeführt werden. Die Geschichte hat durchaus ihre Höhepunkte und viel Aktion zu bieten, die aber zu schnell von statten geht, so dass ich im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Schlauch gestanden habe und manchmal nicht wusste, was gerade passiert ist. 

Nun ja, das ist echt schwierig. Departure hat mir gefallen, aber wiederum auch nicht. Letztlich hatte ich mir doch etwas mehr erhofft, da es doch auch schon seht spannend begonnen hat. Wenn genau dieser Faden an Nervenkitzel und mit der richtigen Mischung aus etwas ruhigeren und nachdenklichen Momenten durchgezogen worden wäre, wäre es für mich ein geradezu perfekter Sience Fiction Roman geworden (und auch mit etwas weniger Technik-Schnick-Schnack). 

❶ ❷ ❸ ➃ ➄

A.G. Riddle · Departure  · Taschenbuch · Seiten 432
Erscheinungsdatum : 09. Mai 2016 · Heyne · Verlag

Vielen Dank an den Heyne Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares

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