REZENSION - FLAVIA DE LUCE TOTE VÖGEL SINGEN NICHT

9. November 2014


Tote Vögel singen nicht von Alan Bradley
Penhaligon
Gebundene Ausgabe


Wenn Flavia ermittelt, müssen Mörder Federn lassen!
Es ist ein Frühlingsmorgen im Jahr 1951. Flavia de Luce hat sich mit ihrer Familie am Bahnhof von Bishop’s Lacey eingefunden, um die Heimkehr ihrer beim Bergsteigen in Tibet verschollenen Mutter Harriet zu erwarten. Als der Zug einfährt, nähert sich ein großer Fremder der elfjährigen Hobbydetektivin und flüstert ihr eine kryptische Botschaft zu. Einen Augenblick später ist der Mann tot – jemand aus der Menschenmenge hat ihn offenbar vor den Zug gestoßen. Ein neuer Fall für Flavia de Luce, die sich dieses Mal sogar in die Lüfte schwingt, um einen Killer zur Strecke zu bringen, und die endlich die Wahrheit über die Vergangenheit ihrer Mutter erfährt …Endlich: Die lang ersehnte Enthüllung! Was geschah mit Flavias Mutter?


MEINE MEINUNG   
[Achtung hierbei handelt es sich um einen Folgeband, Spoiler können auftreten] 

Gabe es in letzten Buch Schlussakkord für einen Mord noch einen fiesen Cliffhanger mit der überaus Überraschenden Ankündigung, das Flavia's Mutter gefunden wurde, so findet man sich in tote Vögel singen nicht auch schon im Geschehen. Gemeinsam mit der jungen Detektivin erleben wir die Heimkehr Harriets. Doch kaum hat Flavia begriffen, dass sich nicht nur ihr Leben sondern das ihrer ganzen Familie erändern wird, so geschied plötzlich ein Unfall. Oder war es doch Mord? Der Fremde, der zuvor noch Flavia eine überaus merkwürdige Botschaft übermittelt hatte, liegt unter dem kurz zuvor eingetroffenen Zug. Doch leider kann sich Flavia im Moment nur sehr schwer darauf konzentrieren den "Unfall" aufzuklären, denn sie hat sich vorgenommen hinter das Geheimnis des Todes ihrer Mutter zukommen und ahnt nicht, dass sie viel näher an der Lösung des Rätsels ist. Und was hat es mit dem Wildhüter auf sich, den der Tote kurz zuvor erwähnt hat? 

Tote Vögel singen nicht ist nicht wie seine Vorgänger. Hier rückt die Vergangenheit der Familie und den plötzlichen Tod Harriets in den Vordergrund. Der Leser erfährt nach und nach, wie es zu dem tragischen Unfall kam und man sieht sich in einem wahren Gefühlschaos wiederfindet. Dennoch wäre Flavia nicht die Flavia die wir kennen, wenn es auch in diesem Buch nicht vielerlei chemische Experimente und Mysterien gäbe. 

Wie bereits in den anderen Büchern gefällt mir die Aufmachung der Charakter sehr gut. Die Tatsache, dass sich die Figuren in jedem weiteren Buch weiterentwickeln, lässt mich als Leser jedes mal auf's neue einen Hüpfer machen und es ist auch wirklich spannend zu lesen, wie sie, nicht nur an das Auflösen von Morden herangeht, sondern auch die Geheimnisse ihrer Familiengeschichte aufdecken, wobei letzteres mehr in den Vordergrund tritt und die Ermittlungen eher eine nebensächliche Bedeutung bekommen. Auch die Art und Wiese, wie Alan Bradley die Geschichte um Flavia spinnt hat sich merklich verändert. So bekommt man als Leser mehr die Gefühlen der Bewohner Buckshow's mit, was mir besonders gut gefällt und der Handlung keinen Abbruch tut. 

In diesem Teil finden wird altbekannte Figuren wie Dogger, Mrs.Mullet, Tante Felicity, Flavias Schwestern Daphne und Ophelia und ihr Vater, aber auch neue Gesichter werden dem Leser präsentiert Tristram, Undine, Lena. Doch spielen Dogger und Tante Felicity in diesem Buch eine tragende rolle, so erfahren wir mehr über Doggers vergangenes Leben und weshalb er so ist wie er ist. Trotzdem gehört er für mich zu einen der Charakter der diesem Buch ein Teil seiner Seele gibt. Auch Tante Felicity trägt zum Ende einige wichtige Aspekte bei, die sozusagen Licht ins Dunkle bringen. 

Und dieses Ende hat es richtig in sich. Ich zumindest war ,und bin es noch immer, sehr überrascht, da ich damit nicht gerechnet habe. Zudem stellt sich dennoch eine wichtige Frage: Wie geht es nun mit Flavia weiter? 

Auch mit diesem Buch hat sich Alan Bradley wieder selbst übertroffen und schafft seine Leser in seinen Bann zu ziehen. Handlung und die plötzlichen Geschehnissen, sind wie erwartet sehr gut umgesetzt und obwohl in "tote Vögel singen nicht" die Aufklärung von Verbrechen eher in den Hintergrund wandern, wird es auch hier keine Minute langweilig. Ich freue mich jetzt schon auf ein weiteres Abenteuer mit Flavia. Für jeden ein Muss, der auf der Suche nach einer überaus interessant und spannenden Reihe mit einer klugen, neugierigen und liebenswerten Protagonistin ist.

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Meinen Dank geht an den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars

1 Kommentar:

  1. Ich habe mir gerade Band 2 ertauscht und freue mich schon daauf. Deine REzi macht super Lust die Reihe weiter zu verfolgen :)
    LG, Sandrina

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