Book Review: INCARCERON FLIEHEN HEIßT STERBEN

Sein Körper ist gefangen, doch sein Herz ist frei - Incarceron ist ein gewaltiges Gefängnis. Sein Inneres besteht aus gigantischen Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten. An diesem Ort gibt es weder Freundschaft noch Vertrauen – und es gibt keine Hoffnung auf Entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron auszubrechen, und er wiederum ist Claudias letzte Hoffnung, dem goldenen Käfig ihres eigenen Lebens zu entfliehen. Doch Finns und Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt ...
MEINE MEINUNG
Beide Welten könnten nicht
unterschiedlicher sein, doch beide verbindet ein Geheimnis das so
unglaublich und unwirklich erscheint, dass es kaum zu glauben ist.
Eine faszinieren Geschichte um Vertrauen, Zuversicht, Freundschaft
und Intrigen.Ein Buch, das nur so vor Details und Ideenreichtum
strotzt, dass sie zum teil verwirrend und außergewöhnlich zu lesen
ist. Wobei man hier nicht umher kommt und das Gefängnis Incarceron
selbst als eine Art Individuum, welches selbst denkend und
handelnd agiert, ansehen sollte. Das seine Insassen bewacht und
als seine Kinder bezeichnet und es keinen Ausweg zu geben scheint.
Einst als Paradies gedacht, erleben die Menschen die darin leben
jeden Tag auf's neue die Hölle. Keine Versorgung, kein Sonnenlicht,
Mord und Raub stehen an der Tagesordnung.
Unter ihnen der junge Finn, der
keinerlei Erinnerung an seine Kindheit besitzt und von ungewöhnlichen
und quälenden Visionen heimgesucht wird. Zusammen mit seinem
Eidbruder Keiro und dem Sapienten Gildas versucht er einen Ausweg aus
der schier endlosen Gefangenschaft zu entfliehen.
Außerhalb des Gefängnisses erlebt man
jedoch eine Welt die ein so krasser Kontrast zu Incarceron ist, kaum
vorstellbar. In dieser Welt lebt Claudia, Tochter des Hüters von
Incarceron. Somit privilegiert und behütet aufgewachsen
mit nur einem Ziel, Gemahlin des Thronerbens zu werden und über ein
Reich zu regieren das eigentlich recht fortschrittlich und über die
neueste Technik verfügen könnte, gäbe es nicht ein Protokoll
(leider nicht näher beschrieben) welches dies verhindert und die
Menschen leben müssen wie in vergangenen Zeiten. Doch
sie rebelliert und versucht dabei hinter die Geheimnisse
ihres Vaters und dem Gefängnis zu kommen. Dabei trifft sie nicht nur
auf noch mehr Fragen, sondern erhält auch eine Möglichkeit mit Finn
in Kontakt zu treten.
Figuren sowie Handlung und unerwartete
Wendungen haben Incarceron - Fliehen heißt sterben für
mich zu ein außergewöhnliches Buch gemacht. Obwohl einige Passagen
recht schnell und teilweise verwirrend dargestellt wurden, konnte ich
der Handlung folgen und war auch dementsprechend überrascht über
das Ende, den zu Anfang konnte ich mir nur hin und wieder vorstellen
wie es wohl enden könnte. Die Charakter sind nicht wirklich zu
durchschauen, was ich persönlich an diesem Buch interessant und gut
fand, denn so blieben sie ,und tun es immer noch, in Erinnerung.
Des weiteren wird in Incarceron selbst
eine so düstere Atmosphäre beschrieben, die sich wie ein roter
Faden durch das ganze Buch zieht und einen gefangen nimmt. Spannung
war von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden. Der Schreibstil
der Autorin war für mich zwar flüssig zu lesen, dennoch musste ich
an manchen Stellen wiederholt über das Geschriebene lesen, weil ich
das Gefühl hatte etwas verpasst zu haben. Trotz dieser Tatsache,
konnte ich mir bildhaft vorstellen in welcher Welt sowohl Finn als
auch Claudia leben. Manch einer der das Buch gelesen hat, wird wohl
sagen, das nicht viel Spannung aufgekommen sei, aber für mich hatte
es an den richtigen Stellen und in der richtigen Portion Spannung
erzeugt. Besonders da ein Cliffhanger zum Schluss kam und ich
wirklich wissen will, wie es letztlich Endet.
Eine fantastische Reise in eine Welt, die unglaublicher und so fantastisch erscheint, wie es kaum zu glauben ist. Charakter die durch ihren Schmerz und Verletzlichkeit einen Berühren können. Eine Geschichte mit einem unerwarteten Tiefgang und viel liebe zum Detail. Damit hat Catherine Fisher ein Buch geschaffen, das sowohl Für- als auch Gegensprecher finden wird und dies auch soweit mit bekannt ist getan hat.
Incarceron - Fliehen heißt sterben
Catherine Fischer
Taschenbuch
21. April 2014
Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Durch das Kommentieren auf diesem Blog erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner angegebenen Daten einverstanden. Du kannst jederzeit dein Kommentar wieder löschen.
Mehr erfahren unter meiner Datenschutzerklärungund Google Datenschutzerklärung