Rezension - Nacht ohne Sterne von Gesa Schwartz

04.02.2016 · ·

Die 16-jährige Naya ist Tochter einer Elfe und eines Menschen. Ein Mischwesen, das keine Magie zu beherrschen scheint und sich weder der geheimnisvollen Elfenwelt New Yorks noch der Welt der Menschen gänzlich zugehörig fühlt. Ihr bester Freund Jaron ist ein Lichtelf, der New York vor den Machenschaften der Dunkelelfen bewahren soll. Doch dann wird Naya mitten hinein gezogen in den jahrhundertealten Krieg zwischen den beiden Völkern. Und als sie den Dunkelelf Vidar kennenlernt, wird all ihr bisheriges Wissen auf den Kopf gestellt. Welche Ziele verfolgt Jaron, welche Geheimnisse verbirgt Vidar? Wem kann sie trauen? Naya muss auf ihr Herz hören, doch das ist leichter gesagt als getan ...


MEINE MEINUNG

Oh ja, mit Nacht ohne Sterne hatte ich so meine Probleme. Zu Anfangs ist es noch recht gut gelaufen. Die Story und Naya sind toll durchdacht und auch auf ihre eigene Art sehr schön beschrieben und auch umgesetzt. Aber dann, mit voranschreiten wurde es für mich immer problematischer der Handlung zu folgen, immer öfters wurde ich durch den Schreibstil der Autorin abgelenkt und habe den Faden verloren. Für mich persönlich war es viel zu viel Abweichend und nicht auf den Punkt gebracht. Es hat mich wirklich gestört, dass für ein und die selbe Beschreibung einer Situation gefühlte 50 Umschreibungen gab und spätestens ab der Hälfte des Buches habe ich mich durchquälen müssen. Einen Überfluss an Metaphern und bildhaften Beschreibungen die den Leser oder zumindest mich Erschlagen haben und auch immer wieder wiederholt wurden, wobei der Spaß am Lesen zusehends in den Keller gewandert ist.

Trotzdem hatte das Buch sehr viel Potenzial, speziell wenn es um Charakter geht. Naya ist meiner Ansicht nach, zwar sehr naiv dennoch versucht sie alles ihr erdenkliche um sich mit den neuen Gegebenheiten zurechtzufinden und macht dass Beste daraus, auch wenn ich manches mal nicht mit ihren Entscheidungen klar gekommen bin und ihr des Öfteren gerne eine auf den Hinterkopf gegeben hätte. Auch die Nebencharakter bleiben blass und würden sicherlich auf der Stelle verschwinden, wenn sie nicht in jedem fünften Satz erwähnt würden. Gerne hätte ich mehr über Nayas Freund den Lichtelfen Jasron und den Dunkelelfen Vidar gelesen, einiges lernt man über die Beiden, dennoch hätte ich mir mehr gewünscht um vielleicht ihre Handlungen und Entscheidungen besser verstehen zu können.

Ich finde es sehr schade, Nacht ohne Sterne hat mir sehr gefallen und war auch interessant, dennoch ist für mich der Schreibstil ein Dorn im Auge gewesen und hat für mich den Roman verhunzt. Ungeachtet der ganzen Kritik und dem Schreibstil, hatte die Welt die Gesa Schwartz geschaffen hat, ein tolles Zusammenspiel von Licht und Dunkel. Wobei nicht immer alles gleich so ist wie es auf den ersten Blick erscheint. Naya, die eine Halbelfe ist muss sich gleich in zwei Welten zurechtfinden und dies gelingt ihr nicht, wie sie es eigentlich möchte, sie muss kämpfen und sich in einer Welt beweisen, die nicht nur völlig fremd sondern auch vor Ablehnung der Bewohner ihr gegenüber ist. Dieser Zwiespalt zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und macht den Leser neugierig, wie sie sich zum Ende entscheidet. Auch wer Freund oder Feind ist, scheint zunächst eindeutig zu sein, was sich dann aber als falsch erweist und so für mehr Spannung sorgt und man bis zu letzt an den Seiten klebt. Viele fantastische Elemente, Wesen und Orte die ihren ganz eigenen Zauber beherbergen und Abwechslung und Abenteuer versprechen.

Letzten Endes bis ich etwas unschlüssig wie ich Nacht ohne Sterne bewerten soll, zum einen hat es mir gut gefallen und auch die Handlung war meiner Meinung nach interessant, zum anderen war es für mich an einigen Stellen viel zu metaphorisch und verwirrend und sich wiederholende Beschreibungen haben mir den Lesespaß genommen. Über die Charakter lässt sich streiten und bei keinem Autoren bzw. in keinem Roman findet man den perfekten Protagonisten, die allen Lesern gefällt oder an dem keine Markel zu finden sind.

Nacht ohne Sterne werde ich zwar eine Bewertung von drei geben, aber mit einer Tendenz zu vier.

❶ ❷ ❸ ➃ ➄

Kommentare:

  1. Hallo Shiro,

    danke für deine Rezension. Ich muss zugeben, dass ich bei diesem Buch seehehr skeptisch war und deswegen auch nicht bei er Bloggaktion mitgemacht habe. Der Hype kam mir einfach übertrieben vor. Die Story klingt zwar interessant, aber die Umsetzung scheint ja wirklich nicht überzeugend zu sein. Dann hab ich wohl nicht viel verpasst ;)

    Liebe Grüße,
    Bianca

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    1. Hey Bianca,
      viel verpasst hast du nicht. Ich hatte mir wirklich mehr von Nacht ohne Sterne erhofft und wurde enttäuscht was den Schreibstil betrifft. Die Story war schon interessant, aber nicht gut umgesetzt.

      Liebe Grüße ^^

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  2. Das Buch wollte ich voll gerne lesen, weil der Klappentext so gut klingt ^-^ Aber so wie du den Schreibstil beschreibst, klingt das wohl eher nicht nach einem Buch für mich. Ich mag das nicht so gerne, wenn die Autorin so lang umschreibt und langweile mich dadurch einfach nur.

    Liebe Grüße
    May

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  3. Bei mir stand das Buch bisher auch auf der Wunschliste, aber ich habe in letzter Zeit schon die ein oder andere weniger positive Kritik entdeckt, sodass ich das vielleicht nochmal überdenken sollte xD Bei den letzten Büchern von Gesa Schwartz hat mich ebenfalls der ausufernde Schreibstil immer sehr gestört!

    Ich hab deinen Blog gerade zufällig entdeckt und bleibe natürlich gerne als Leserin da!

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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