Wenn Magie aus Schmerz entsteht - Salt & Storm

07.07.2016 · ·
Ein Roman so gewaltig wie das Meer, so romantisch wie ein heimlicher Kuss und so mächtig wie ein Talisman. Seit Generationen verlässt kein Schiff den Hafen von Prince Island ohne einen Talisman der mächtigen Roe-Frauen. Avery ist die Jüngste und Letzte ihrer Linie. Nimmt sie ihr Erbe an, wird sie Macht über das Meer, den Sturm, das Glück und die Liebe haben. Doch sie weiß noch nicht, dass der Preis dafür ihr eigenes gebrochenes Herz sein wird. Verweigert sie sich ihrem Schicksal, muss sie sterben.

Salt & Storm hatte ich ja schon seit längerer Zeit auf meinem Lesestapel liegen. Ich hatte es mir mal gekauft, da es durchweg positive Resonanz dazu gab. Neugierig gemacht, hab ich es endlich gelesen und muss doch feststellen, dass meine Erwartungen nicht wirklich erfüllt. Obwohl die Storyline über tolle Idee verfügt und durchaus etwas für Leser ist, die nicht immer auf ein Happy End aus sind oder sich in fabelhafte und ausschweifende Erzählungen gerne verlieren.

Es ist etwas schwierig für mich Salt & Storm eine gerechte Beurteilung zuteil werden zu lassen. Einerseits hat hat mir die Geschichte rund um die kleine Hafenstadt Prince Island gefallen. Hexen, die seit Generationen den Seefahrern und den Bewohnern helfen, durch kleine Talismane eine sichere Fahrt und einen reichen Fang bescheren soll. Zwar müssen sich die Roe-Frauen abseits des Lebens der Stadt und ohne Liebe ein einsames Dasein fristen, doch steht ihnen große Macht und Fähigkeiten zur Verfügung die anderen verwert bleiben. So gesehenen ein hoher Preis, den Avery und ihre Vorfahren zahlen müssen. Zum anderen hat es mich doch nach einiger Zeit einfach nur frustriert. Avery als Protagonistin konnte mich nicht überzeugen. Immer nur darauf bedacht, dass eigene Wohl im Auge zu haben und nicht auf die eigene Mutter hören und gegen eben diese rebellieren. Klar, will man als Teenager nicht auf die Eltern hören und seinen eigenen Kopf durchsetzten, doch war es mir hier zu viel des Guten. Und Averys Mutter hatte durchaus einige einfache und sinnige Erklärungen, warum Avery nicht den Weg als Hexe einschlagen sollte.

Wie in so unzähligen Handlungen darf auch hier die Liebesgeschichte nicht fehlen. Doch hier fand ich diese nicht wirklich gelungen. Avery trifft auf den jungen Tane, verliebt sich Hals über Kopf in ihn, doch wie es immer so ist, steht diese Liebe unter keinem guten Stern. Nach einer gefühlten Ewigkeit und vielen Träume deuten, Strandspaziergänge, Ausbrüchen aus dem Elternhaus, nahm das Buch etwas an Fahrt auf und wurde etwas interessanter, dennoch nicht so viel , dass ich sagen könnte, es hat mich umgehauen. Ich hätte mir schon zu Beginn gewünscht, dass es allmählich und Schritt für Schritt spannender wird und nicht auf den letzten 80 bis 60 Seiten alles auf einmal, den diese waren wirklich gut geschrieben und haben gezeigt, dass die Autorin viel mehr drauf hat, als man noch am Anfang dachte.

Ein Buch mit seinen Stärken und Schwächen, die mich nicht aus den Socken hauen konnte. Mich hatte es zudem etwas verwirrt, da es keine genaue Zeitangabe gab, um welches Jahr es sich handelt. Ich bin davon ausgegangen, dass es in der heutigen Zeit spielte, wurde aber eines besseren Belehrt und musste selbst über mich lachen ;D . Aber nicht wirklich schlimm. Trotz einiger negativer Kritik meinerseits, muss ich zugeben, dass es dennoch den jungen Lesern Werte vermittelt, dass man seinen eigenen Weg gehen sollte, sich nicht mit anderen vergleichen soll, Mut und Stärke.

Salt & Storm war für mich zwar kein Lesehighlight, dennoch für einige Stunden gut, um in eine Welt abzutauchen, in der Magie und das Meer eine rolle spielen.

❶ ❷ ❸ ➃ ➄

Kendall Kulpa · Salt & Storm für ewige Zeiten · Gebundene Ausgabe· Seiten 448
Erscheinungsdatum : 21 August 2014 · Fischer Sauerländer · Verlag

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen