WENN DAS SPIEL ZUR REALITÄT WIRD - Der Game Master

16. August 2016

Michaels Leben ist ein einziges Game. Denn Michael will eine Cyber-Legende werden. Doch als sich eine Gamerin im VirtNet vor seinen Augen umbringt, ist plötzlich nichts mehr, wie es war. Dahinter steckt der berüchtigte Cyber- Terrorist Kaine, dessen Motiv ebenso im Dunkeln liegt wie sein Aufenthaltsort. Und Michael ist derjenige, der Licht in die Sache bringen soll – im Auftrag des virtuellen Sicherheitsdienstes. Eine Mission mit höchstem Risikolevel, denn ab jetzt bewegt er sich auf Pfaden, auf die sich noch keiner vor ihm im VirtNet gewagt hat ...

Nach Die Auserwählten im Labyrinth  ist der Game Master erst das zweite Buch, dass ich aus der Feder von James Dashner gelesen habe. Obwohl beide die Gemeinsamkeit haben in der Zukunft zu spielen, könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Im einen wird der Leser auf eine gefährliche Reise durch ein Labyrinth geschickt und in dieser müssen sich die Protagonisten mit den Risiken der digitalen Welt auseinandersetzen dem VirtNet .Einer erschaffenen Welt, in der sich die Gamer durch sogenannte Särge, den Zutritt zu unendlichen Möglichkeiten ergibt, in der sie alles sein können was sie wollen und sich der realen Welt entziehen könne, in der sie ihrem langweiligen und tristen Leben entfliehen. So ergeht es dem jungen Michael, der gemeinsam mit seinen Freunden Sarah und Bryson ihre Freizeit verbringen und zu den besten Hackern gehören. So gescheit es, das Michael plötzlich Zeuge eines Selbstmordes wird und unwiderruflich in ein - wie der Buchtitel schon aussagt - tödliches Netz hineingeworfen wird.

Ich gebe es zu, mir hat der Game Master, zumindest der erste Teil, besser gefallen als die Auserwählten. Das lag sicherlich daran, das der kleine Nerd in mir, seine schiere Freude an dieser digitalen Welt hatte. Ich konnte mehr damit anfangen, auch wenn mir die Charakter nicht zur gänze überzeugen konnte und ich hoffe, dass sie sich in den beiden anderen Büchern mehr entwickeln. An Spannung und Unterhaltung ist hierbei nichts auszusetzen, da bereits schon von Anfang an einiges passiert und man keine Minute zu Atem kommt um das gerade geschehene zu realisieren und zu verarbeiten.

Am Schreibstil und Ideenreichtum von James Dashner gibt es nichts zu bemängeln. Rasant und spannend fliegen die Seiten nur so davon und man kann nur hoffen, dass Band zwei und drei genauso weitergehen. Ebenso interessant wie die Geschichte an sich, ist der Bösewicht, allgegenwärtig doch nie bekommt man ihn zu Gesicht, was ihn für mich zu einem Auch des mysteriösen und bedrohlichen macht, man sich nicht sicher sein, was er als nächstes plant oder wie er handeln und reagieren wird und auch die Reaktionen von Michael und seinen Freunden haben mich erstaunt.

Eigentlich bin ich nicht wirklich ein Freund von Cliffhangern, doch passt es perfekt bei Game Master dazu. Denn wer das Buch gelesen hat, wird wissen was ich meine, wenn ich sage, dass das Ende wahrlich schockierend war und man unbedingt wissen möchte wie es enden wird. Trotz einiger schwächen der Figuren, gefällt mir diese Reihe jetzt schon und ich möchte auch unbedingt wissen, wie die Fortsetzungen sind. Setting und Storyline haben es in sich und auch die Verschmelzung zwischen Realität und digitaler Welt sind spannend geschrieben. Hier gibt es alles, was Dystopie- und Fantasy Fans mögen. Surreale Orte, Action und Spannung an jeder Ecke und Geheimnissen.

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James Dashner · Der Game Master - tödliches Netz · Taschenbuch  · Seiten 416
Erscheinungsdatum : 09. März 2015 · cbt Verlag · Verlag

Kommentare:

  1. Hey, ich habe auch den Game Master vor einiger Zeit gelesen und fand das Ende auch überraschend - leider war der zweite Teil noch schwächer als der erste und so habe ich gar keine Lust mehr, den Abschluss der Trilogie zu lesen :(

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  2. Hallöchen :)

    Für den ersten Band der Reihe hab ich mich auch bereits interessiert, aber im Einkaufskorb ist es bislang noch nicht gelandet. Nach deiner Rezension glaube ich, das ich das ändern sollte :D

    Liebe Grüße
    Charleen

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