Schuld und Unschuld - My Dear Sherlock

5. November 2016

Sherlock und Mori haben ihren ersten Fall gelöst, doch was erst als Spiel gedacht war, wurde zu einer ernsten und für Mori sehr persönlichen Angelegenheit. Nun erhält Mori anonyme Drohbriefe und die Liste möglicher Verdächtiger ist lang. Jemand hat Mori zur Zielscheibe gemacht, es scheint nur eine Frage der Zeit, bevor die Katastrophe hereinbricht. Fest steht aber auch, dass Mori alles tun wird, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Und niemand – nicht einmal Sherlock – wird sie davon abhalten können.



Achtung !!- Enthält Spoiler zum ersten Teil

Wie bereits der erste Teil My Dear Sherlock Wie alles begann hat auch der hier mir gut gefallen. Mann muss sich zwar wieder an einen jungen Sherlock und Moriaty als Mädchen gewöhnen doch man findent augenblicklich wieder hinein. Nach dem Ende des ersten Buches, hatte ich nicht daran geglaubt, dass mich solche Psychospielchen erwarten könnten. Insgeheim hatte ich gehofft, beide Lock und Mori bekommen einen ganz anderen, neuen Fall, dennoch schlagen sie sich wieder mit Moris Vater herum und hinzu kommt eine unbekannte Person, die Drohbriefe an Jamie schieckt in der sie ihre Schuld bekennen soll. Also ganz anders als im ersten Teil, wird hier eher auf psychischen Druck gesetzt.

Wie auch schon zuvor, wird die Story aus der Sicht von Mori erzählt. Der Leser bekommt Hautnah ihre Gedanken, Gefühle und Entscheidungen mit, ergal wie sie ausfallen. Obwohl man sie sicherlich nicht zu den sympatischen Protagonisten zählen kann, finde ich, hat Jamie doch einen gewissen Reiz, denn genau das macht für mich diese Reihe zu einer interessanten Lektüren. Man muss ja nicht immer mit einer Figur auskommen, um die Geschichte und die Handlung zu mögen, bei manchen ist es so und bei anderen wiederum nicht. Ebenso wie ihre Entscheidungune muss man auch mit ihrer Herangehensweise klarkommen und kann manchesmal nicht wirklich verstehen warum sie gerade dies oder jenes macht. Ich habe micht sicherlich nicht nur einemal gefragt warum.

Nun ja, was wäre aber Mori ohne ihren Sherlock. Hier bekommt man einen eher verletzbaren Detektiv zu Gesicht, der sich auch die ein oder andere Schwäche erlaubt und somit die rationale und überlegene Facade Risse bekommt. Das zu lesen war wirklich erstaunlich, da man eigentlich Sherlock als einen emotionslosen und kühlen Charakter kennt.

Genauso wie bereits der erste Band, ist auch dieser sicher nicht ein Buch, welches man als Meisterwerk oder hochtrabende Lektüre beschreiben könnte, doch ist es für mich gerade weil man nicht mit der Protagonistin Mori immer einer Meinung ist schön zu lesen und macht auch Spaß. Man kann selbst miträtseln und auf ein gutes Ende hoffen. Viel zur Handlung und dem Verlauf der Geschichte möchte ich nicht verraten. Nur soviel, es passieren Sachen, mit denen ich nicht gerechtnet habe. 

Trotz der vielen Emotionen, darf auch das detektivische Geschick, für das Lock und Mori, durch ihre berühmten literarischen Vorlagen, bekannt sind nicht zukurz kommen. Heather Petty hat durch ihren Schreibstil einen tollen und spannenden zweiten Teil geschrieben, mit Wendungen die ich nicht erwartet habe und die mich auf einen interessantes und hoffentlich baldiges Wiedersehen stimmt, denn ich will wirklich wissen wie es nun weitergehen wird. 

 
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Heather Petty · My Dear Sherlock: Nichts ist, wie es scheint · Gebundene Ausgabe · Seiten 336
Erscheinungsdatum 03. Oktober 2016 · cbj Verlag · Verlag

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