BOOK REVIEW: WONDER WOMAN KRIEGERIN DER AMAZONEN

Februar 06, 2018 / / /
Leigh Bardugo gehört definitiv zu meinen Lieblings Autoren und Wonder Woman zu meinen Liebsten Charakter aus dem DC Universum, was kann es da besseres geben als ein Buch das beide Verbindet? Schon als es im englisch Original erschienen ist, musste ich dieses Buch haben. Gesagt getan, nun hab ich beide Versionen in meinem Regal stehen. Und was soll ich zu dieser Story sagen, es hat mir sehr gut gefallen, aber nicht so gut wie die bisherigen Werke aus der Feder von Leigh Bardugo. Klar kann man keine so richtigen Vergleiche ziehen, doch drumherum kommt man ebenso wenig. Bei den Grischa Büchern konnte sie ganz nach gut dünken handeln, da Bardugo die Charakter erschaffen hat und bei Wonder Woman ist es nicht der Fall, hier muss sie sich mit der Figur Diana auseinandersetzen und einen bereits bestehende, handelnde und Weltbekannte Comic Figur so gesehen ''neu'' interpretieren. Obwohl ich in dieser Hinsicht, ein klein wenig Skepsis hatte, finde ich, hat es Bardugo recht gut umgesetzt.


Klar zieht man hier und da Vergleiche, dennoch muss gesagt sein, jeder Autor interpretiert immer ein wenig anders und drück seinen eigenen Stempel auf das ganze drauf. Zu Beginn befinden wir uns gemeinsam mit Diana noch auf der von der ganzen Welt gut versteckten Insel Themyscira - der Insel der Amazonen. Weit weg von den Leider der Menschen und abgeschottet jegliches Krieges oder Zerstörung, lebt die junge Diana und wartet auf den Tag, an dem sie sich im Kampf beweisen kann und als vollwertige Amazone von ihren Schwestern akzeptiert wird, doch kommt es ganz anders: Als sie an einem Wettrennen teilnimmt, rettet sie Alina vor dem Ertrinken. Nichtsahnend, dass sie somit das Schicksal der Erde verändert. Denn Alina ist kein gewöhnliches Mädchen: Sie ist eine Nachfahrin von Helena von Troja und damit vorbestimmt, die Welt ins Unglück zu stürzen. 

Diana war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie hat eine gewisse Naivität, die sie sich auch im weiteren Verlauf der Story beibehält und zu einigen sehr humorvollen Situationen führt. Sie ist gutherzig, entschlossen, loyal und versucht immer ihr Bestes zu geben und denjenigen zu helfen die Unterstützung benötigen, dennoch ist sie im Grunde genommen auch nur eine Heranwachsende und verhält sich dementsprechend auch. Held sein will auch bei ihr erst gelernt sein. Alina hingegen ist mir mit ihrem Kämpferherz in Erinnerung geblieben. Sie hegt Selbstzweifel, wie eigentlich fast jedes 16-jährige Mädchen, fühlt sich nicht immer wohl und trotzdem ist auch sie loyal. Gerade ihr Schicksal, von dem sie bisher noch nichts wusste, lässt sie eine Charakterstärke an den Tag legen, die sie sich selbst womöglich nicht zugetraut hätte. Besonders die Freundschaft die sich zwischen Alina und Diana entwickelt hat mir sehr gut gefallen. Sie sprechen sich gegenseitig Mut zu und obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, ergänzen sie sich unheimlich gut. Wo die Eine unerschrocken ist, ist die Andere besonnen. 

Das Hauptaugenmerk  Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen liegt eindeutig in der Vielfältigkeit, Freundschaft, Familie, Zugehörigkeit und dem Bestreben, sich zu beweisen und über sich hinaus zu wachsen. Beste Beispiele sind Diana und Alina. Sie verändern sich und lernen dazu. Neben diesen Beiden spielen aber ebenso andere Figuren eine tragende Rolle. Da hätten wir Alinas Bruder Jason, dessen bester Freund Theo und Alinas beste Freundin Nim, besonders sie brachte mich sehr  zu lachen. Nim trägt ihr Herz auf der Zunge, wirkt ziemlich durchgeknallt und haut in den passenden Momenten Sätze raus, über die man sich nur kringeln kann. Schreibstil und Aufbau der Welt und insbesondere von der Insel Themyscira haben mich überzeugt. Ein Highlight war für mich jedoch die Elemente der griechischen Mythologie, denn ich liebe Geschichte und kann nie genug davon bekommen. Dennoch gibt es ein kleines Manko: Lesen sich die ersten hundert bis zweihundert Seiten noch wie ein Film, so schwächelt es Richtung Ende doch etwas, wobei es auf den letzten Seiten wieder an fahrt aufnimmt und den Leser wieder mitreißt. 

Wie bereits zu Beginn, zieht man Vergleiche, so auch hier, denn es fehlt etwas an Pfiffigkeit und Raffinesse, für die ich Leigh Bardugo und ihre Charakter so mag, klar gibt es Plot Twists die einen erstaunen, allerdings nicht unbedingt aus den Socken hauen und an Essenz einbüßen. Trotzdem ein sehr gutes Buch und Charakter die glaubwürdig und lebendig sind und eine spannende und überzeugende Storyline. 


Eigentlich will Diana, Tochter der Amazonenkönigin, nur eines: das Rennen gewinnen, in dem sie gegen die schnellsten Läuferinnen der Insel antreten muss. Doch dann erblickt sie am Horizont ein untergehendes Schiff und bewahrt Alia, ein gleichaltriges Mädchen, vor dem Tod. Doch wie Diana vom Orakel erfährt, ist es Alias Bestimmung, die Welt ins Unglück zu stürzen und Krieg über die Menschheit zu bringen. Um dies zu verhindern, reist Diana mit Alia ins ferne New York – und wird unversehens mit einer Welt und Gefahren konfrontiert, die sie bislang nicht kannte ...
Titel: Wonder Woman Kriegerin der Amazonen
Reihe: DC Icons
Ausgabe: Gebundene Ausgabe
Erschienen: 06. Februar 2018
Autor: Leigh Bardugo
Seiten: 448
Verlag: dtv Verlag
Verlagsseite
Rating: 9.0/10

*Vielen Dank an den dtv Verlag für das schöne Rezensionsexemplar

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