August 12, 2018

Book Review: Das Labyrinth von London

Alexander Verus ist Wahrsager. Keiner mit Kristallkugel und dem ganzen Firlefanz, nein ein waschechter Wahrsager, der in die Zukunft sehen kann und diese für sich ausnutzt. So ist er mehr als einmal aus dem gröbsten Ärger entkommen, in die er in seiner Vergangenheit hineingeraten ist. Aber auch jetzt kann er sich dank der Wahrscheinlichkeitsstränge aus, nun ja sagen wir mal, fast allem heraushalten. Doch dieses einem mal gelingt es ihm nicht und er sieht sich nicht nur den Weißmagiern sonder auch den Schwarzmagiern gegenüber. Denn beide Seiten wollen von ihm das Selbst: Er soll für sie mithilfe eines Artefaktes einen gefährlichen Gegenstand holen. Mittendrin und befindet sich aber nicht nur Verus sondern auch noch einige andere gefährliche Personen und mysteriöse Gestalten.


Fernab von jedem nur erdenklichen Ärger lebt Alex in London und betreibt am Camden Market einen kleinen Zauberladen. Aber das ihn seine Vergangenheit einholt und er sich in einem gefährlichen Abenteuer befindet hätte er als Wahrsager eigentlich voraussehen müssen. Als Leser hat man nun die Gelegenheit sich dieser Reise anzuschließen. Besonders an diesem Buch ist sicherlich das Cover, was zumindest mich auf das Buch aufmerksam machen lies, das es sich dabei auch noch um ein magisches Abenteuer handelt war für mich ein weiterer Pluspunkt und der Klappentext versprach viel. Ein bisschen lässt es an Ben Aaronovitch Reihe um Peter Grant erinnern, doch leider reicht es bei weitem nicht an diese Urban Fantasy heran. 

Ich mag Magie in Büchern und bin für neues immer offen, wenn dann auch noch das Ganze in London spielt umso besser, doch hier muss ich sagen, hat mir etwas Gefehlt. Alex ist durchaus ein interessanter Protagonist, der weiß wie es sich aus schwierigen Situationen retten kann und dabei einen Witz an den Tag legt der unterhaltsam ist, aber nicht gerade so, dass ich laut auflachen musste. Zudem ergaben für mich einige Dinge keinen sehr großen Sinn, ganz zu schweigen davon, dass einige Begebenheiten und Vorgehensweisen in Bezug auf die Magie oder wie das Wahrsagen für Alex funktioniert, hin und wieder zu viel und ausschweifend erklärt wurden, da hätte ich mir doch etwas weniger gewünscht. Auch wenn ich zu denjenigen gehöre, die gerne mehr in Büchern Informationen geliefert bekommt.

Trotz dieser Tatsache hab ich mich unterhalten gefühlt und habe mit Interesse die Jagt nach dem Artefakt, hinter dem alle her sind, verfolgt. Alex ist ein sympatischer und amüsanter Protagonist und seine Freundin Luna und er sind ein gutes Gespann (was es mit ihr auf sich hat wäre ein großer Spoiler). Die Storyline erinnerte mich zu stark an Ben Aaronovitch und das macht es für mich schwer, sie nicht damit zu vergleichen. Es ist ein hin und her mit mir und diesem Buch. Es ist gut, dennoch zu viele Parallelen mit der anderen Reihe, auch wenn es sich hierbei um ein Wahrsager handelt. 

Nichtsdestotrotz lässt sich "Das Labyrinth von London" gut und flüssig lesen, man hat erhält ein kurzweiliges Vergnügen und wirt gut Unterhalten. Außerdem mit Aktion die aber nicht so gewaltig sind. Mysteriösen Wesen begegnet man ebenso und kann eigentlich auch nicht anders als sie zu mögen. Wer kennt denn bitte schön eine riesen Arachnide, die für einen einen maßgeschneiderten Anzug anfertigt? 


Willkommen in London! Wenn Sie diese großartige Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Hier verkauft der Besitzer Alex Verus keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam. Diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Alex zum Beispiel ist kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben. Also halten Sie sich bedeckt, sehen Sie für die nächsten Wochen von einem Besuch im Britischen Museum ab und vergessen Sie niemals: Einhörner sind nicht nett!
Titel: Das Labyrinth von London
Reihe: Alex Verus
Erscheinen: 16.Juli 2018
Autor: Benedict Jacka
ISBN: 9783734161650
Ausgabe: Taschenbuch
Seitenzahl: 416
Verlag: Blanvalet
Verlagsseite
WIEDERHOLUNGSTÄTER
vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das tolle *Rezensionsexemplar

Kommentare:

  1. Huhu!

    Ich musste jetzt sofort auf deinen Beitrag klicken - weil ich das Cover auch sehr genial finde! :D

    Die Beschreibung hört sich sehr sympathisch an für mich. Die Flüsse von London - da hab ich nur den ersten Band gelesen und da muss ich zugeben: das war nicht so meins.
    Gerade deshalb ist ja dann vielleicht das hier was für mich :D
    Abenteuer - London - Magie - da bin ich auch ganz schnell mit dabei!

    Ist der Band denn in sich abgeschlossen? Das ist ja eine relativ lange Reihe ... bzw. gibts erst nur den ersten Band auf deutsch oder?

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo,
      oh ja das Cover ist wirklich toll, ich mag solche sehr gerne. Es ist auch im Grunde genommen ein tolles Buch, aber mir hat halt das gewisse Etwas gefehlt. Ich mag die Peter Grant Reihe und auch den Humor darin, aber bei das Labyrinth von London fand ich es irgendwie erzwungen. Ja, vielleicht ist dieses Buch was für dich, probiere doch zuerst die Leseprobe aus!?

      Ich glaube es ist der erste Band einer Reihe, ob und wann ein weiterer Teil erscheint weiß ich nicht. Im Original gibt es mittlerweile 9 Bücher.

      herzliche Grüße,
      Sandra

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  2. Hey =)

    als ich das erste Mal vom Buch erfahren habe, musste ich auch gleich an Peter Grant denken. Bei dieser Reihe hat mich allerdings der Autor Band für Band mehr verloren.
    Deshalb bin ich sehr froh mit einer neuen Geschichte nach London zurückzukehren. Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch. Ich werde es in den nächsten Wochen lesen. Hoffentlich gefällt es mir noch ein bisschen besser als dir =)

    LG
    Anja

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    1. Hallo Anja,
      vielen Dank für dein Kommentar. Alle Bücher der Peter Grant Reihe habe ich noch nicht gelesen, wenn du schon sagst das er dich verloren hat, bin ich gespannt ob das auch so bei mir sein wird oder nicht, das kann man nun nicht voraussehen ;D London als Austragungsort von Geschichten eignet sich wohl immer. Dann bin ich gespannt auf deine Meinung zum Buch und werde sie mir durchlesen. Man weiß ja nie!

      LG,
      Sandra

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  3. Ich hab das Buch neulich im Laden gesehen (oder war es irgendwo online? Egal) und mir ging es auch so, dass ich zunächst nur den Titel gelesen habe und sofort dachte: "Oh, schon wieder ein neuer Aaronovitch?"
    Lässt sich wohl kaum vermeiden, wenn beides in London spielt. Aber schon Aaronovitch fand ich eher mäßig, deshab wird auch das hier wohl erst mal keine Chance kriegen.

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